Baccara Regeln

September 28th, 2009

Baccara wird in der Regel zwischen der Bank, also dem Dealer und einem oder zwei Spielern gespielt. Im Online-Casino ist der Ein-Spieler Modus üblich. Das Spiel ist mit dem Kartenspiel Black Jack verwandt. Während man beim Black Jack eine Summe von 21 erreichen muss, oder zumindest so nach wie möglich an die Summe herankommen sollte, ist beim Baccara die Zahl 9 das Ziel. Wer der 9 am nächsten ist, aber nicht überbietet, hat gewonnen. Bei Gleichstand bekommen Bank und Spieler ihre Einsätze zurück. Bevor man Baccara aber spielen kann, muss man die Kartenwerte kennen, die hier etwas anders sind, als bei den anderen Kartenspielen: so zählen die Karten 2 bis 9 ihren Wert, die 10 und alle Bildkaten zählen dagegen 0 und das As hat den Wert 1.

Und nun kann das Kartenausteilen beginnen: Dealer und Spieler bekommen jeweils zwei Karten ausgeteilt. Diese Karten sind natürlich für den anderen nicht sichtbar. Nachdem der Spieler seine Karten betrachtet hat, entscheidet er, ob er noch eine dritte Karte möchte oder nicht. Dies macht er natürlich davon abhängig, wie nahe er an der Gesamtsumme 9 ist. Da er zum Beispiel mit einer Kartenkombination von 5 und 6 bereits drüber wäre, nämliche mit dem Wert 11, werden bei allen Werten, die 9 überschreiten, 10 subtrahiert. Zur Verdeutlichung ein paar Beispiele:

Spieler hat 4 und 3 gezogen:                             Summe 4 + 3 = 7

Spieler hat 4 und 6 gezogen:                             Summe 4 + 6 = 10, davon wird 10 subtrahiert, also Summe 0

Spieler hat 5 und 8 gezogen:                             Summe 5 + 8 = 13, 13 – 10 = Summe 3

Spieler hat As und 9 gezogen:                           Summe 1 + 9 = 10, 10 – 10 = 0

Spieler hat 6 und Bube gezogen:                      Summe 6 + 0 = 6

Spieler hat Dame und König gezogen:             Summe 0 + 0 = 0

Ob der Spieler eine dritte Karte ziehen kann hängt davon ab, welchen Wert seine beiden Karten haben. Ist die Summe 8 oder 9, decken Spieler sowie Dealer die Karten auf. Hierbei wird keine dritte Karte mehr gezogen. Wer näher an der 9 dran ist hat gewonnen, bei Gleichstand wird der Einsatz zurückgezahlt. Auch wenn der Dealer nach den ersten beiden Karten 8 oder 9 hat, wird aufgedeckt und keine weitere Karte mehr gezogen. Dieses Verfahren wird Naturel genannt.

Hat der Spieler eine Gesamtsumme von 6 oder 7 auf der Hand, dann muss er die Karten halten, er darf also keine weitere mehr ziehen. Bei den Werten 0 bis 5 muss er allerdings noch eine weitere Karte ziehen. Die dritte Karte, die er vom Dealer erhält, wird nach dem Austeilen aufgedeckt, so dass sie von allen sichtbar ist. Nun ist der Dealer an der Reihe. Ob dieser eine dritte Karte ziehen muss oder nicht, hängt von zwei unterschiedlichen Faktoren ab: zum einen vom Wert seiner beiden Karten und zum anderen vom Wert der dritten Karte des Spielers. Er muss sich deswegen an folgende Regeln halten:

  • Ist die Gesamtsumme der beiden Dealerkarten 7, 8 oder 9, so wird keine dritte Karte gezogen
  • Hat der Dealer zusammengerechnet die Summe 6 auf der Hand, so zieht er eine weitere Karte, sofern die dritte Karte des Spielers den Wert 6 oder 7 hatte
  • Ergibt die Summe der Dealerkarten 5, so nimmt er nur eine dritte Karte, wenn der Spieler auf der dritten Karte den Wert 4,5,6 oder 7 hatte
  • Wenn die Summe 4 ergibt, dann zieht er nur, wenn die offene Spielerkarte eine 2,3,4,5,6 oder 7 war
  • Hat der Dealer eine 3 auf der Hand, dann zieht er eine weitere Karte, wenn die Spielerkarte alle Werte aufgewiesen hat, mit Ausnahme des Wertes 8
  • Immer eine dritte Karte aufdecken muss der Dealer, wenn sein Wert 0 bis 2 ist

Der Spieler muss sich in der Regel um die Verfahrensweise des Dealers nicht kümmern, da sein Spielzug bereits abgeschlossen ist.

Setzen kann man beim Online-Casino auf den Gewinn des Spielers, also sich selbst, auf den Gewinn der Bank oder auf ein Unentschieden. Setzt man auf den eigenen Gewinn und gewinnt auch das Spiel, dann wird der Gewinn 1 zu 1 ausgezahlt, also der Einsatz verdoppelt. Setzt man auf die Bank und die Bank gewinnt, dann bekommt man ebenfalls eine 1 zu 1 Gewinnauszahlung abzüglich 5 Prozent als Provision für die Bank. Endet das Spiel unentschieden und man hat auf ein Remis gesetzt, dann bekommt man eine Gewinnquote von 8 zu 1. Geht das Spiel unentschieden aus und es wurde nur auf den Sieg Spieler oder Dealer gesetzt, dann bleiben die Einsätze für das nächste Spiel stehen. Das nennt man Push. Beim Online-Casino-Spiel kann man sowohl als Einzelspieler, aber auch mit insgesamt fünf Händen gleichzeitig spielen.

Baccara Strategien und Tipps

September 28th, 2009

Für das Spiel Baccara eine Strategie zu entwickeln, ist praktisch nicht möglich. Baccara ist ein reines Glückspiel, Strategien können somit nicht entwickelt werden. Auch wenn manche anderes behaupten. Lediglich ein paar Tipps können gegeben werden, damit man Routine bekommt. Doch auch hier ist es ein großer Unterschied, ob man im Casino spielt, oder online. Wer online spielt, wird bis auf das Setzen nichts weiter bei Baccara machen können, da den Rest der Dealer tut.

Ausschlaggebend dafür, dass bei Baccara keine Strategie angewandt werden kann, ist die Tatsache, dass man die Kartenfolge nicht beeinflussen kann und man auch nicht selbst entscheiden kann, ob man nachdem man zwei Karten erhalten hat, noch eine dritte möchte oder nicht. Die Spielregeln geben vor, dass bei einem Wert von 8 und 9 das Spiel sowieso zu Ende ist. Beim Wert 6 und 7 muss gepasst werden, man darf also keine weitere Karte mehr ziehen und bei den Werten 0 bis 5 muss eine Karte gezogen werden. So gesehen hat man keine andere Wahl, als es geschehen zu lassen.

Da Baccara mit einem 52-er Kartensatz gespielt wird, versuchen viele Spieler oder auch Außenstehende ein Muster zu erkennen, dass eine Vorhersage der nächsten Karten ermöglichen soll. Sofern sie der Meinung sind, ein solches Muster erkannt zu haben, werden sie entsprechend setzten. Doch auch wenn Casinos oft eine Spieltabelle angeben, die anzeigt, welche Karten bereits gespielt wurden, ist es nicht möglich vorherzusagen welche in der Folge gezogen werden. Wer dennoch an einer Mustererkennung festhalten oder sich versuchen will, der sollte noch wissen, dass beim Austeilen in der Regel der Spieler die erste und die dritte Karte bekommt, der Dealer die zweite und die vierte. Vielleicht hilft´s ja.

Ein Tipp, um nicht unnötig Einsätze zu verlieren ist der, dass man praktisch nie auf ein Unentschieden setzten sollte, da diese in nicht mal fünf Prozent der Fälle vorkommt. Auch wenn die Chancen höher sind, als beim Setzen auf Spieler oder Bank, sollte es vermieden werden. Wer bei einem Unentschieden gewinnt, der hat entweder enormes Glück gehabt, oder vorher schon zig Spiele verloren.

Auch die Frage nach den Vorteilen des Setzens auf Spieler oder Bank ist nicht zu beantworten. Die Chancen stehen 50 zu 50. Selbst wenn man glaubt, dass die Bank öfter gewinnt, als der Spieler und damit der Meinung ist, mehr zu gewinnen, wenn man auf die Bank setzt, wird man nach einigen Spielen wohl eines besseren belehrt. Baccara ist ein Glücksspiel und wird es immer bleiben. Die Chancen, einen Gewinn zu erzielen liegen dabei aber deutlich höher als bei vielen anderen Spielen.

Baccara Allgemein

September 28th, 2009

Bei Baccara handelt es sich um ein Glücksspiel, das mit Karten gespielt wird. Woher der Name kommt, darüber kann gestritten werden. Die einen sagen, Baccara würde aus dem Italienischen kommen und „Null“ bedeuten. Demnach soll es sich hierbei um einen Dialekt handeln, der im Raum Neapel gesprochen wurde. Das Spiel soll dort zum ersten Mal im 16. Jahrhundert aufgetaucht und gespielt worden sein. Andere sagen stattdessen, dass Baccara sich von der französischen Stadt Baccarat ableiten ließe, die in der Region Lorraine zu finden ist. Allerdings wird nicht erklärt, was die Stadt nun mit dem Kartenspiel zu tun haben soll und warum das Spiel einerseits italienischen, anderseits französischen Ursprungs sei. Daneben gibt es noch die Theorie von David Parlett, einem Spieleerfinder und Kartenexperten aus London. Parlett erfand u.a. das Spiel Hase und Igel und beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit Kartenspielen, darunter auch Baccara. In seinem Buch „The Oxford Guide to Card Games“ stellt er die Behauptung auf, Baccara sei viel jünger, als man ursprünglich geglaubt habe. Demnach soll es erst im 19. Jahrhundert, also drei Jahrhunderte nach der Ursprungstheorie, erfunden worden sein. Dem gegenüber steht noch die Vermutung, Baccara könnte bereits im Mittelalter gespielt worden sein.

Die Schreibweise des Kartenspiels ähnelt sich in den Sprachen sehr. Baccara ist dabei die hauptsächlich verwendete Schreibweise und am bekanntesten. Daneben gibt es noch Baccarat, das in vielen Online-Casinos, die englischen oder amerikanischen Ursprungs sind, verwendet wird. Die Schreibweise Bakkarat ist ebenfalls noch hier und da anzutreffen. Beim Baccara spielen in der Regel der Croupier, also die Bank oder auch der Dealer genannt, und zwei Spieler gegeneinander. In Online-Casinos ist auch die Spielweise Dealer und ein Spieler verbreitet. Versionen des Spiels gibt es einige, darunter Chemin de Fer, Baccara en Banque, Punto Banco, das Amerikanische und auch das Nevada Baccara. Letzteres wird vor allem in Las Vegas gespielt und ist dadurch weltweit bekannt geworden.

Ob das Spiel nun seinen Ursprung in Italien oder Frankreich hatte und wie es letztendlich nach Amerika und vor allem ins Spielparadies Las Vegas gelangt ist, ist egal. Sicher ist, dass Baccara zu den beliebtesten Karten-Glücksspielen der Welt gehören und aus der Casinowelt nicht mehr wegzudenken ist. Durch den Online-Casino-Boom hat Baccara noch einen zusätzlichen Schub erhalten und ist bekannter denn je.

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